Wolfsbraut - Der Nemesis-Zyklus, Band 1 Wolfsbraut  
 
Michelle, Jurastudentin in Köln, eine selbstbewusste und durchsetzungsfähige Frau, gerät bei einer Veranstaltung zur Unterstützung eines Frauenhauses an eine seltsame Fremde. Aus Neugier begleitet sie diese zu einer nicht minder seltsamen Veranstaltung und lernt dort den Mann ihrer (geheimen) Träume kennen.
Schon bald begreift sie, dass die Forderungen ihres neuen Geliebten nicht auf Äußerlichkeiten beschränkt bleiben. Sie spürt zunehmend, dass die Veränderungen, denen sie ausgesetzt wird, alle ihre körperlichen und psychischen Möglichkeiten in Anspruch nehmen. Auch ihr Umfeld reagiert scheinbar besorgt. Hin und her gerissen zwischen Angst, Aufregung, Sehnsucht und Willenskraft begibt sich Michelle auf eine Reise, für die es keine Rückfahrkarte zu geben scheint.

Die detaillierte Beschreibung sexueller Obsessionen kommt trotz aller gebotenen Romantik nicht zu kurz; dennoch: Im Mittelpunkt steht die seelische Entwicklung der Protagonistin, die ihre Geschichte selbst erzählt und somit der Leserin / dem Leser eine unmittelbare Teilhabe an Zweifeln und Widersprüchen sowie Entscheidungsprozessen erlaubt.
Natürlich wäre jeder Vergleich mit Pauline Réages Klassiker „Geschichte der O“ vermessen, aber Ähnlichkeiten mit der Handlung dieses Romans sind angesichts der Bedürfnisse der Protagonistin unvermeidlich. Allerdings ist dies hier eine „moderne“ Geschichte.
Michelle erlebt ihre Abenteuer nicht in der Abgeschiedenheit eines französischen Landsitzes, sondern im Hier und Jetzt. Sie entwickelt sich nicht isoliert (jedenfalls nicht während der gesamten Zeit), sondern inmitten von Verwandten, Freunden und Leuten, die sie für ihre Freunde hält. Interaktion und Auseinandersetzung mit Menschen, die den Neigungen Michelles nicht per se wohlwollend gegenüberstehen, sind zentrale Elemente des Buches.
Insofern mag es geeignet sein, in der „SM-Szene“ Verbreitung zu finden.

Welchen Kompromiss erlaubt die Liebe? Welchen erzwingt das Leben? Was ist noch Selbstverwirklichung und wo beginnt die Selbstaufgabe?
Um sich diese Fragen zu stellen, muss man nicht SM praktizieren.
Dieses Buch gibt keine fertigen Antworten, aber es liefert – hoffentlich – Anregungen. Auf jedweden erhobenen Zeigefinger wird verzichtet; die dramaturgisch bedingte Schwere einer „Geschichte der O“ musste deshalb durch eine direktere Erzählweise ersetzt werden, die auch dem Humor der Protagonistin Rechnung trägt. Es handelt sich nicht um ein Drama. Schmunzeln bei der Lektüre ist daher durchaus erwünscht.
„Eingeweihte“ werden feststellen, dass einige (auch sehr „bizarre“) Ereignisse durchaus realitätsnah geschildert sind; anders ausgedrückt: Manches kann man nicht beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Da somit in leichtem Widerspruch zum Vorwort nicht alles reine Fiktion ist, musste ein Pseudonym verwendet werden. So tolerant ist unsere Gesellschaft dann doch nicht, dass man in beruflich exponierter Stellung derartige Geschichten schreiben könnte.

Was unterscheidet diese Story von anderen Büchern?
Von Pornographie: Alles, weil Lachen oder Entsetzen beim Onanieren hinderlich sein können.
Von Liebesromanen: In diesem Buch sind weder alle Frauen schön, noch alle Männer stark. Helden haben dunkle Seiten und Bösewichter können auch ganz nett sein.
Von Frauenliteratur: Weder gibt es Anleitungen zum Glücklichsein, noch taugliche Feindbilder. Das einzige Feindbild ist das Feindbild selbst!

Chris Dell, November 2003 – März 2006
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